Abgeschlossenheitsbescheinigung

Was ist eine Abgeschlossenheitsbescheinigung?

Die Abgeschlossenheitsbescheinigung (AB) ist eine Voraussetzung, um bspw. ein Mehrfamilienhaus in einzelne Eigentumswohnungen aufzuteilen. Die neu zu bildenden Eigentumseinheiten müssen als Voraussetzung "in sich geschlossen", also räumlich voneinander getrennt sein.

Beispiel: Die Toilette darf sich nicht zur gemeinschaftlichen Nutzung auf dem Gang befinden, sondern jede Wohnung bedarf einer eigenen Toilette.

Grundrissmuster:

Abgeschlossenheitsbescheinigung Grundriss Muster
Ein gemeinsames Treppenhaus und Hauswirtschaftsraum (weiß). Zwei Wohnungen mit eigenem Eingang.

Es muss ebenfalls ein eigener, abschließbarer Zugang zu jeder Einheit vorhanden sein.
Die Abgeschlossenheitsbescheinigung wird von einem Architekten als Antrag in Form eines Planes erstellt und dann ggf. vom Bauamt genehmigt (grün gestempelt). Die Abgeschlossenheitsbescheinigung ist für Besitzer einer Wohnimmobilie insbesondere notwendig, wenn sie diese veräußern möchten. Mit dieser Bescheinigung und Eintragung ins Grundbuch kann der Besitzer Wohneigentum räumlich genau darstellen und für definiertere Verhältnisse bezüglich seines Eigentums sorgen.

Auch wer den Bau eines Gebäudes mit Eigentumswohnungen plant, sollte vorausschauend handelt und bereits bei der Planung darauf achten, dass die einzelnen Wohnungen sowie das Sondereigentum - hierzu zählen die Garage, Keller, Fahrrad- und Kinderwagenraum, Hobbyraum - den Kriterien für eine Abgeschlossenheitsbescheinung entsprechen, um später anfallende Kosten für Nachbesserungen der Immobilie zu vermeiden.

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Sonstiges

Mehr bzw. weiterführende Informationen  finden Sie auch unter Teilungserklärung